Es war einmal...
...die KiezKick-Geschichte
Es muss im Jahr 2001 passiert sein - keine/r weiß es mehr so genau - da hatten ein paar Fans des FC St.Pauli die Idee, etwas für die Kids aus dem Viertel zu tun. Und was liegt Fußballfans am nächsten? Fußball natürlich!
Nach einigen Monaten Überlegung, Planung und Organisation kam es deshalb schließlich zur Gründung des KiezKick-Projekts. Im Juli 2002 gelang es dann in Kooperation mit der lokalen Produktionsfirma „Silbersee-Film“ sowie der Agentur "Springer & Jacoby", ein Benefizspiel des FC St. Pauli gegen eine Prominentenauswahl (u. a. mit Detlef Buck, Jürgen Vogel, Peter Lohmeyer, Fettes Brot, Die Ärzte, New Model Army) mit einem bunten musikalischen und kulturellen Rahmenprogramm durchzuführen. Aus den dort eingenommenen Spendengeldern finanziert sich das Projekt bis heute.
Mit KiezKick kann den fußballbegeisterten Kids aus dem Stadtteil eine sinnvolle Möglichkeit zur Freizeitbeschäftigung geboten werden, die sie begeistert nutzen. Angefangen hat alles mit dem Training für alle, das im Sommer bis heute jeden Freitag von 14:30Uhr bis 16:30Uhr im Schatten des Millerntors, auf den Grandplätzen an der Feldstraße stattfindet.
Über die Jahre ist KiezKick immer weiter gewachsen, wodurch auch die Notwendigkeit des Angebots deutlich wird.
Zurzeit kommen jeden Freitag durchschnittlich 45 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren zum allgemeinen KiezKick-Training. Seit November 2006 kann im Haus der Familie bei der Schilleroper außerdem eine weitere Wintertrainingszeit angeboten werden. Auch donnerstags kicken seit Beginn des Trainings nur für Mädchen im Mai 2006 mindestens 20 Mädels das Runde in das Eckige!
Diese Entwicklung zeigt, dass Kiezkick als eine feste Größe und Anlaufadresse für Kinder und Jugendliche im Stadtteil verankert ist. Die Flyer und Plakate hängen in den sozialen Einrichtungen und Schulen des Viertels aus und oft sieht man "unsere" KiezKickerInnen mit ihren T-Shirts durch St.Paulis Straßen ziehen. Außerdem gibt es unter den Trainings-TeilnehmerInnen schon eine richtige kleine Fangemeinde des FC St.Pauli, die bei fast jedem Heimspiel in der Nordkurve anzutreffen ist!
Auch die
Spieler vom FC St.Pauli unterstützen das Projekt, schauen bei Veranstaltungen des KiezKick-Projekts vorbei und lassen sich von Kids mit Fragen und Autogrammwünschen bestürmen. So
bekommen die Jungen und Mädchen einerseits einen größeren Anreiz zur Trainings-Teilnahme geboten. Aber vor allem kann dadurch auch den Spielern des FC St.Pauli bewusst gemacht werden,
in welchem Umfeld sie spielen. In unseren Augen ist der FC St.Pauli noch immer der „etwas andere Verein“, dessen Mitglieder sich verstärkt und aktiv mit solchen stadtteilbezogenen Themen
auseinandersetzen sollten und dies zu großen Teilen auch tun.
Schließlich ist es im Verlauf der vergangenen Jahre zu unserer Freude auch immer wieder gelungen, motivierte TeilnehmerInnen in die Jugendteams von lokalen Sportvereinen zu vermitteln, die dort in der Regel nach wie vor begeistert Fußballspielen.
Aktuell begleiten wir außerdem eine Gruppe ehemaliger KiezKicker zwischen 16 und 19 Jahren, die ein eigenes Team aufbauen und bei einem Hamburger Fußballverein anmelden wollen.
Ja, es ist viel passiert und wir hoffen sehr, dass es auch so weitergehen wird!
Dann kann die KiezKick-Geschichte bald fortgeschrieben werden...